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Presseerklärung zum israelischen Angriff
auf die Friedensflotte nach
Gaza |
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Verehrte Damen und Herren,
am Morgen des 31. Mai wachte die Weltgemeinschaft mit Berichten über
einen unmenschlichen Angriff auf eine Friedensflotte nach Gaza auf. Auf
den Schiffen befanden sich Menschen aus 32 Nationen, um lebensnotwendige
humanitäre Hilfsgüter nach Gaza zu bringen. Dabei standen sie einem
blutigen Angriff der israelischen Armee in internationalen Gewässern
gegenüber, die unter keiner staatlichen Hoheitsgewalt stehen. Einige der
Menschenrechtsaktivisten auf dem Schiff wurden durch israelische
Kommandosoldaten getötet, Dutzende wurden verletzt, hunderte wurden
verhaftet. Für die bei diesem Angriff Getöteten beten wir um Gottes
Barmherzigkeit, kondolieren ihren Familien und hoffen auf eine schnelle
Genesung der Verletzten.
Die unterzeichnenden Nichtregierungsorganisationen (NGOs) verurteilen
diesen blutigen Angriff Israels auf Zivillisten auf das Schärfste und
werten den Angriff als einen Versuch, die Friedensbemühungen zu
sabotieren. Diese Gräueltat war eine Missachtung des Völkerrechts und
eine unerklärliche Gewalttat, die grundlegende menschliche Werte
missachtet.
Die Reaktion der UNO und anderer internationaler Organisationen und
Institutionen waren zwar angemessen und richtig. Es ist aber auch klar,
dass Israel die Resolutionen der Vereinten Nationen bisher nicht
anerkannt hat. Die internationale Gemeinschaft darf sich nicht mit einer
Verurteilung begnügen, sondern muss das rechtlich Notwendige gegen
Israel ergreifen, solange diese nicht das internationale Völkerrecht
anerkennt. Das internationale Völkerrecht hat seine Gültigkeit für alle
Staaten und kein Staat steht über diesem Recht.
Die NGOs, die diese Erklärung tragen, lehnen jegliche Gewalt,
Radikalismus und Rassismus unabhängig von Religion, Sprache und
Nationalität ab und rufen im Namen eines gemeinsamen Gewissens der
Menschheit die Öffentlichkeit dazu auf:
Die israelische Regierung muss sich schon aus Achtung vor dem eigenen
Volk wegen dieser blutigen Aktion bei der Weltöffentlichkeit
entschuldigen.
Die Menschenrechtsaktivisten in der Friedensflotte stehen für das
gemeinsame Gewissen der Menschheit. Sie müssen ausnahmslos mit ihren
Schiffen auf der Stelle freigelassen werden. Die Familien der Getöteten,
die Verwundeten und die Schiffseigner müssen im Sinne des Völkerrechts
entschädigt werden.
Israel darf die humanitäre Hilfe für das palästinensische Volk nicht
weiter behindern. Israel muss seine selbsternannte Sonderrolle in der
Weltöffentlichkeit aufgeben. Dieser blutige Angriff muss von einer durch
die Vereinten Nationen eingesetzte unabhängige Kommission untersucht,
die Schuldigen benannt und vor Gericht gestellt werden.
Die Weltöffentlichkeit darf zudem nicht weiterhin ihre Augen vor der
menschlichen Katastrophe in Gaza verschließen.
Israel muss sich endlich an die Resolutionen der Vereinten Nationen
halten und die Blockade gegenüber Gaza sofort beenden. Die Besatzung des
palästinensischen Staates muss ein Endehaben und das palästinensische
Volk seine Freiheit erhalten.
Wir appellieren insbesondere an die deutsche Öffentlichkeit:
Unter
Rücksicht auf seine historische Verantwortung und seine besonderen
Beziehung gegenüber Israel muss Deutschland zur Beendigung des
menschlichen Dramas in Gaza alle möglichen diplomatischen Möglichkeiten
einsetzen.
Unterzeichner:
ATİB
Avrupa Türk İslam Birliği
ADV Avrupa Demokrasi Vakfı
ATB Avrupa Türk Birliği
ATCB Avrupa Türk Caferiler Birliği
DİTİB Diyanet İşleri Türk İslam Birliği
ABAF Avrupa Ehli Beyt Alevi Federasyonu
AEKB Avrupa Ehli Beyt Kadınlar Birliği
IGMG İslam Toplumu Milli Görüş
IKMB İslam Kültür Merkezleri Birliği
IRH Hessen İslam Cemaati
IHH Uluslararası İnsani Yardım Kurumu
İslamrat Almanya İslam Konseyi
MÜSİAD Müstakil Sanayici ve İşadamları Derneği
TIDAF TürkAlman İşadamları Dernekleri
Almanya Federasyonu UETD Avrupa
Türk Demokratları Birliği
ZMD Almanya Müslümanları Merkez Konseyi
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